Anlauf- und Beratungsstelle

versteht sich als ambulantes Hilfsangebot für Haftentlassene sowie deren Angehörige.
Das Ziel des Projektes ist es, den Haftentlassenen durch persönliche Betreuung zu befähigen, seine sozialen Schwierigkeiten aus eigener Kraft zu überwinden und ihn in seinem Bemühen zu unterstützen, sich ein straffreies Leben aufzubauen.
Die Hauptaufgabe besteht darin, die Wiedereingliederung von Haftentlassenen zu unterstützen und zu erleichtern. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Hilfe zur Überwindung von Schwierigkeiten im Lebensalltag bis hin zu einer eigenverantwortlichen Lebensgestaltung.
Dabei sind u. a. folgende Schwerpunktaufgaben zu benennen:
(Anm. d. Verf., ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Ausschließlichkeit)

  • Allgemeine Lebensberatung und -hilfe, Annahme akuter Probleme und Nöte, Beratung zu Schuldenangelegenheiten,
  • Hilfe bei der Beschaffung von Wohnraum bzw. Wohnraumerhaltung,
  • Hilfe zur Sicherstellung der materiellen Existenz,
  • Hilfe zum Aufbau und Erhalt sozialer Kontakte,
  • Hilfe zur Freizeitgestaltung,
  • Hilfe zur beruflichen Integration und Reintegration,
  • Hilfe bei der Arbeitsvermittlung in Kooperation mit dem Projekt „HSI“,
  • Hilfe in Form von Gesprächen zur psychosozialen Entlastung,
  • Beratung zu Suchtproblemen und Vermittlung zu Fachberatungsstellen.

Die Mitarbeiter wissen, dass ihre Hilfen nur dort auf Dauer wirken, wo sie von den Betroffenen als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden und angenommen werden.
Die Kontaktdichte zwischen den am Hilfsprozess Beteiligten kann gezielt variiert werden. Die Anlauf- und Beratungsstelle erlaubt es, situationsbezogen zu reagieren, sie kann je nach Bedarf aufsuchend, nachgehend oder reagierende Hilfe sein (Komm- und Gehstruktur).
Die Beratung erfolgt in Form von Einzelfallhilfe und Hausbesuchen, welche sich besonders für eine personenbezogene Hilfe auf psychosozialer und materieller Ebene eignen.

Die Finanzierung erfolgt auf der Grundlage einer Vereinbarung gem. § 75 Abs. 3 SGB XII mit der Stadt Brandenburg über ambulante Hilfe nach §§ 67 ff. SGB XII.

Voraussetzung für die Hilfegewährung ist eine Kostenübernahmeerklärung des zuständigen örtlichen Sozialhilfeträgers, in dessen Einzugsbereich der Antragsteller vor seiner Inhaftierung wohnhaft war.

Bei Interesse an diesem Hilfsangebot und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Frau Cornelia Laake
Telefon: 03381/ 79 67 82