Ehrenamtliche Mitarbeit

Die Beweggründe
der Helferinnen und Helfer, die sich ehrenamtlich bei uns engagieren, sind ebenso vielfältig wie die Menschen selber. Egal, aus welchem Grund und aus welcher Motivation heraus Sie bei uns mitarbeiten möchten, wir freuen uns auf ein Gespräch mit Ihnen, bei dem sich Fragen klären, Unsicherheiten besprechen und Ihre Bedenken ausräumen lassen. Und es kommt durchaus auch vor, dass sich jemand nach einem solchen Erstgespräch entscheidet, dass er sich nicht in der Betreuung von Gefangenen engagieren möchte.
Das ist für uns natürlich vollkommen akzeptabel.

Denn dies ist uns wichtig:

  • Ihr Engagement als ehrenamtlicher Vollzugshelfer ist freiwillig
  • Sie entscheiden, wo Ihre Grenzen sind, wie und in welchem Umfang Sie sich einbringen möchten

Auch der berufliche Hintergrund der Menschen, die zu uns kommen, ist für uns nebensächlich. Zwar bieten unter anderem pensionierte Lehrer, Sozialarbeiter im Ruhestand und arbeitslose Pädagoginnen an, ihre Fachkenntnisse im Umgang mit Menschen einzubringen, doch liegt hier nicht der Schwerpunkt unserer Arbeit. Die Idee ist, dass Menschen aus allen Berufen, Lebenswegen und Gesellschaftsbereichen mit den Inhaftierten in Kontakt treten und somit eine Brücke zwischen der JVA und der Welt draußen sind.

Wie das im Einzelfall abläuft
hängt ganz von Ihnen ab! Sie können mit einem Inhaftierten in Briefkontakt treten, ihm regelmäßig von alltäglichen Dingen berichten und ihm vielleicht mit einer Urlaubspostkarte das Gefühl geben, dass jemand an ihn denkt. Sie haben auch die Möglichkeit, einen Gefangenen in der JVA zu besuchen und sich mit ihm im direkten Gespräch auszutauschen. Diese Gespräche sollten - als Richtwert - einmal im Monat in der JVA stattfinden. Hier können Sie in Ruhe über alles sprechen. Ein wenig Abwechslung bieten im sonst sehr eintönigen und abgeschlossenen Haftalltag. Wenn Sie möchten, können Sie auch einen Hobbyzirkel oder Kreativkreis anleiten. Ein pensionierter Lehrer trifft sich zum Beispiel jede Woche mit einer Gruppe ausländischer Inhaftierter, um die Deutschkenntnisse dieser Gefangenen zu verbessern.
Wenden Sie sich gerne jederzeit an unsere Ehrenamtkoordinatorin Yvonne Benkendorf. Sie wird mit Ihnen einen Gesprächstermin vereinbaren, um Sie kennen zu lernen und all Ihre Fragen zu beantworten. Nach diesem Gespräch entscheiden Sie, ob Sie beim HUMANITAS e.V. mitarbeiten möchten.
Vollkommen klar ist, dass die Gespräche in der JVA und Briefkontakte über unseren Verein laufen. Der Inhaftierte erfährt genau soviel von Ihnen, wie Sie preisgeben möchten. Er wird niemals Ihre Privatadresse von uns oder der Justizvollzugsanstalt erfahren. Umgekehrt haben Sie allerdings die Möglichkeit, bestimmte Hafthintergründe Ihres zukünftigen Gesprächspartners im Vorfeld abzulehnen. Wenn Sie sich – nach langem Kontakt mit Ihrem Inhaftierten – entscheiden, ihn vielleicht einmal auf einen Ausgang oder zu Behördengängen im Zuge der Vorbereitung der Haftentlassung zu begleiten, dann gibt es auch diese Möglichkeit. Darüber sprechen wir dann gerne noch einmal genau mit Ihnen.

Die Finanzierung der Projektes "Förderung des Ehrenamtes im und nach dem Strafvollzug" erfolgt auf der Grundlage einer Zuwendung des Ministeriums der Justiz für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.

Bei Interesse und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Frau Yvonne Benkendorf
Telefon: 03381/ 79 67 83